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Birdrace 2010 - Mit dem Fernglas auf Vogeljagd


Am 8. Mai um 4:45 Uhr startete das Kelkheimer Team "RMD-Gipfelstürmer" in das 7. bundesweite Birdrace. Beim Birdrace rennen nicht die Vögel, sondern die Beobachter. Innerhalb von 24 Stunden versuchen in ganz Deutschland Teams von Vogelkundlern, so viele Vogelarten wie möglich zu hören oder zu sehen.
Das Team aus Bastian Mayer, Elias Barnickel, Michael Orf und Matthias Fehlow wollte versuchen, innerhalb eines Tages so viele Vogelarten wie möglich innerhalb der Grenzen des Main-Taunus Kreises nachzuweisen.

Nachdem noch bei Dunkelheit Amsel, Goldammer, Rotkehlchen und Heckenbraunelle durch Ihren Gesang bestimmt wurden, ging die "Artenjagd" im Wald am Rettershof und später im Schmiehbachtal bei Dämmerung richtig los. Hier wurden die Waldarten wie Schwarzspecht, Grauspecht, Waldkauz, Kernbeißer und fast alle deutschen Meisenarten beobachtet. In den Streuobstwiesen am Schlämmer kam noch der Steinkauz und in den Brachflächen bei Münster Rebhuhn, Baum- und Wiesenpieper sowie die Schafstelze dazu. Im Verlauf des Tages wurden dann die Beobachtungsgebiete im Kreis von Ost nach West abgefahren, und viele der bei Vorbereitungsexkursionen gefundenen Arten erneut beobachtet.
Highlights waren unter anderem Grauammer, Steinschmätzer, Schwarzkehlchen und ein durchziehender Fischadler an der Deponie Wicker, Kiebitz und Flußregenpfeiffer bei Flörsheim, eine Knäkente bei Massenheim aber auch brütende Uhus und Wanderfalken.

Abends um 22:00 Uhr endete die Birdrace mit dem leider vergeblichen Versuch, in Fischbach noch eine Schleiereule als 4. Eulenart des Tages zu sehen. So standen am Ende 106 Vogelarten auf der Tagesliste und der bisherige Kreisrekord von 109 Arten aus dem Jahr 2008 wurde nur knapp verpasst. Damit belegt das Kelkheimer Team zwar bundesweit nur den 51. Platz von insgesamt 135 Teams in Deutschland, durch das großzügige Sponsoring der Rhein-Main Deponie, die das Team mit 5 € pro gesehener Art unterstützte, liegen wir aber in der Sponsoringwertung wieder sehr weit vorne. Insgesamt also eine durchweg gelungene Veranstaltung die auch sehr viel Spaß macht.

Natürlich kann jeder beim Birdrace mitmachen. Infos dazu gibt es auf der Homepage des Dachverbands Deutscher Avifaunisten www.dda-web.de und bei Michael Orf 06195-961218. Das Team der HGON Kelkheim freut sich über jede Konkurrenz.

Birdrace 2009 - 106 Vogelarten zwischen Eppenhain und Main


Das HGON Kelkheim Rumpfteam ging am Samstag im bundesweiten Birdrace um 5.00 Uhr ins Rennen.

Elias Barnickel, Oliver Conz, Volker Erdelen und Michael Orf arbeiteten sich unermüdlich durch den Main-Taunus-Kreis, um die in wochenlanger Vorarbeit ausgekundschafteten Plätze abzusuchen und eine lange Artenliste zu bekommen.
Morgens hatte man sich noch am Rettershof durch die Hagelreste vom Vorabend zu kämpfen, während gegen Mittag fast schon die Luft über den Kiesgruben flimmerte.
Zur Erinnerung: Beim Birdrace rennen nicht die Vögel, sondern die Beobachter. Am 3. Mai waren deutschlandweit über 130 Teams mit über 500 Beobachtern unterwegs, um so viele Vogelarten wie möglich zu hören oder zu sehen. Gewonnen hat das Team, das am Ende des Tages die meisten Arten gefunden hat. Auf Hessenebene hat das Team den 5. Platz erreicht.
Da Landkreise mit großen Feuchtgebieten artenmäßig weitaus mehr zu bieten haben, als der in dieser Beziehung arme MTK, kämpft unser Team vor allem gegen die Ergebnisse der Vorjahre. Das beste Ergebnis aus dem Jahr 2007 (109 Arten) konnte zwar nicht übertroffen werden, mit 106 Arten waren aber alle Teilnehmer mehr als zufrieden. Richtige Seltenheiten konnten dieses Jahr nicht beobachtet werden. Unerwartet sang aber ein Wendehals im Schmiehbachtal und ein Baumpieper sowie ein Wiesenpieper konnten erstmalig beim Birdrace beobachtet werden. Beobachtungsplätze waren traditionell die Wälder am Rettershof und in Eppenhain, die Streuobstwiesen im Schmiehbachtal sowie die Kiesgruben und wenigen Gewässer am Main.
Das komplette Ergebnis ist auf der Homepage des DDA (Dachverband Deutscher Avifaunisten) abzurufen.
Für das nächste Jahr wäre es ein Ansporn, Konkurrenz im eigenen Landkreis zu bekommen. Gibt es keine NABU-Gruppe, die ebenfalls mal eine Teilnahme beim Birdrace versucht? In Nordrhein-Westfalen gibt es Landkreise mit 10 teilnehmenden Teams, soviel wie in ganz Hessen.
Der Birdrace-Wettbewerb soll auch fundierte Informationen über die Verbreitung verschiedener Vogelarten liefern. Deshalb werden auch immer Sponsoren gesucht, die für jede gefundene Vogelart einen bestimmten Betrag spendet. Das Geld geht an den Dachverband Deutscher Avifaunisten für die Bundesweite Brutvogelkartierung (ADEBAR).
Wer unser Team im nächsten Jahr finanziell unterstützen möchte kann sich bei Michael Orf (michael.orf@hgon-kelkheim.de) oder Katja Fuhr-Boßdorf ( katja.fuhr@hgon.de ) melden.

 

Birdrace 2006: 109 Vogelarten in 24 Stunden im MTK


RMD-Gipfelstürmer sind erfolgreichstes hessisches Team beim dritten bundesdeutschen „Birdrace“
109 verschiedene Vogelarten an einem Tag im Main-Taunus-Kreis beobachtet

Am Samstag den 6. Mai hieß es für die RMD-Gipfelstürmer (das Team der Hessischen Gesellschaft für Vogelschutz und Ornithologie, HGON aus Kelkheim) wieder: Vögel beobachten bis das Licht ausgeht.
74 Teams aus Vogelkundlern aus ganz Deutschland rannten beim „Birdrace“ wieder den Vögeln hinterher. Bei diesem Wettbewerb geht es darum, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet so viele Vogelarten wie möglich zu sehen. Die Gipfelstürmer hatten sich den Main-Taunus-Kreis als Gebiet auserkoren. Neben dem Sportlichen Aspekt stellt beim Birdrace das Einwerben von Spendengeldern im Vordergrund. Die Teams suchen sich einen Sponsor aus der Region, der pro beobachtete Art e ine Spende für ein Naturschutzobjekt zur Verfügung stellt. Für die RMD-Gipfelstürmer stiftete die Rhein-Main-Deponie GmbH aus Flörsheim-Wicker 5 € pro Art. Am Ende des langen Tages sammelte das HGON-Team somit 545 € (für 109 Arten) und landete bundesweit in der Sponsorenwertung auf dem sechsten Platz.
Neben dem Sponsoring bietet die ehemalige Müllhalde der Rhein-Main-Deponie GmbH mit ihrem Umfeld einen wertvollen Lebensraum für viele seltene Vogelarten und stellt beim Birdrace immer ein Highlight dar. Nur hier sind im MTK Haubenlerche und Brachpieper zu sehen und beim „Erstürmen“ des Deponieberges gelangen Beobachtungen von Kornweihe und Baumfalke. Hier wurde der Grundstein für das erfolgreichste Birdrace der „Gipfelstürmer“ gelegt, die sich nach 98 Arten (2004), 104 Arten (2005) noch einmal enorm steigern konnten.
Zwar kann der Main-Taunus-Kreis nicht mit Gebieten wie der Nordsee konkurrieren, die den Sieger beim Vogelrennen stellte, dafür lagen die RMD-Gipfelstürmer hessenweit klar vorne und belegten bundesweit einen beachtlichen 28. Platz. Dafür mussten die Vogelbeobachter auch weit vor Morgengrauen aus den Federn und verzeichneten um 4.55 Uhr mit einem singenden Rotkehlchen den ersten Vogel. Der Tag endete erst um 21.30 Uhr am Kelkheimer Retterhof als eine überfliegende Waldschnepfe als 109te Art die Leistung der Gipfelstürmer krönte. Dazwischen lagen lange Stunden der Beobachtung im Kelkheimer Schmiehbachtal, den Kiesgruben in Weilbach und Massenheim, dem Mainufer sowie vielen anderen Stellen, die in wochenlanger Vorarbeit als guter Platz zur Beobachtung seltener Arten ausgekund­schaftet worden waren.
Trotz sichtlicher Übermüdungserscheinungen und deutlicher Sonnenbrandspuren war sich das HGON-Team am Ende eines ereignisreichen Tages einig: im nächsten Jahr sind wir wieder dabei und knacken die 110 Arten.

Weitere Infos übers Birdrace unter www.dda-web.de

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